ROCK HARD

Als die Demo-CD von ALIAS EYE herauskam, überschlugen sich die Prog-Zirkel förmlich und sprachen von einer kommenden Sensation. Jetzt, da die Debüt-CD erschienen ist, wird klar, warum: Die Mannheimer Combo ist perfekt für Frickel-Freaks und Break-Bewunderer geeignet. Dabei lassen sich ALIAS EYE nicht lumpen und machen schon beim Opener und Titeltrack klar, dass man in der nächsten knappen Stunde alle nur erdenklichen Experimente wagen will: Ein Rhythmus, der auch für Psychotic Waltz nicht zu schade gewesen wäre, wird mit einem Akkordeon-artigen Keyboard kombiniert. Zum Glück groovt „Field Of Names“ trotz aller komplexen Arrangements anständig und steht nicht so statisch in der Ecke rum wie viele andere Progrock-Veröffentlichungen. Außerdem haben ALIAS EYE ihre ruhigsten und melodischsten Momente geschickt zwischen alles gestreut, was vertrackt und zugenäht ist, so dass „Field Of Names“ sowohl Proggies wie Straighties munden dürfte. Die Aufstiegschancen in der Prog-Szene sind für ALIAS EYE ohne Frage gigantisch.
Michael Rensen


METAL HEART
ALIAS EYE - Der Fluss des Lebens

Mitten in die Sommerhitze wehte sie herein: die unverhofft frische Prog-Brise namens Alias Eye. Das Mannheimer Quintett zählt bereits mit ihrem Debutalbum Field Of Names zum Großartigsten, was die deutsche Prog-Szene je hervorgebracht hat. Der mitreißende Strom aus Art Rock, Folk, Jazz, Klassik, Latin und Blues umfängt den Hörer magisch mit jederzeit eingängigen Melodien und nachvollziehbaren Songaufbauten...

Stefan Pfefferle



Dutch Progressive Rock Page

Ed's Review
The music is diverse, catchy, inventive (accordion prog in the title track) and features a mixture of lots of styles, including pop, rock, classical music (mainly in the keyboard solos), vocal harmonies and even Latin (in The Readiness is All). It's good to hear that the band doesn't take itself too serious and has a good sense of humour, for instance by including the 'Pop Goes the Weasle' melody in Hybrid or the slapstick-like section in Mystery.
Philip Griffiths has a perfect voice for the enjoyable vocal melodies, very pleasing to listen to and devoid of the often present German accent. Frank Fisher (bass) and Ludwig Benedek (drums) provide many a catchy and intrecate tight rhythm pattern, while Frank also riffs along with Matthias Richter, the guitar player who brings us some great solos as well (including some slightly Floydian influences, like in An End in Itself, and occassional fast playing, but without turning into one of those manic ego trips). Last but not least Vytas Lemke treats the listener to some excellent keyboard work, ranging from accessible and poppy to light classical, but always blending in perfectly with the rest of the music.
There's quite a high number of ballad or lower tempo songs on the album, but fortunately there's still enough powerful stuff going on in these songs (e.g. heavy guitar chords) to keep the album from getting unbalanced. As a matter of fact, most of the ballads sound like something a good prog metal band could perform. At other times the slow songs take an unexpected turn just before they begin to drag a bit, like The Readiness is All, which suddenly moves into a Latin section with saxophone


progressor.net

...Such an excellent union of various talents, raised to the power of real professionalism of The Five at Alias Eye, makes the release of the “Field of Names” album one of the most significant Prog events of the year, at least. Summary. Philip Griffiths and another band’s mastermind, keyboard player Vytas Lemke, with the help of their colleagues, very talented musicians, have created an album unique in some ways. Call it Neo Prog-Metal or Classic Progressive Hard-Rock, “Field of Names” is an album of such high quality that, given a proper distribution, it will not only (yet obviously) make a lot of Prog-heads all over the world happy, but also, thanks to such specific nuances as a structural haziness of the album as a whole, bright and very tasteful themes, not too complex yet really ingenious arrangements, wonderful and diverse vocal parts should find a good response with a big audience. Sure, if “Field of Names” had been released in the middle of the 1980s, Alias Eye would’ve attained the same respected status as the bands like The Mission, Magnum, Pallas, and even Marillion had at the time, that were all great bands, based on major labels. In my view, Alias Eye is one of those several contemporary Prog bands that have a potential to become fresh and, the main thing, alive entities of already completely dead contemporary mainstream music.

www.vampster.com

Bei DVS Records handelt es sich um ein recht junges Label aus Holland, das mit „Field of Names“ von ALIAS EYE nun die dritte Veröffentlichung unters Volk bringt. Und da es dem Label darauf anzukommen scheint sich hochwertige und außergewöhnliche Acts im Prog Genre herauszupicken und anstatt eine Masse an Bands sich lieber um eine kleine aber sehr feine Auswahl zu kümmern, verwundert es nicht, dass man auch mit ALIAS EYE einen Act vorgestellt bekommt, bei dem man sich wirklich fragt „wo findet man denn solche Bands?“

Und dass man dann mit „Field of Names“ einen mehr als außergewöhnlichen Opener vor den Latz geknallt bekommt überrascht dann letztendlich nur noch wenig. Rythmen, die jeden Standardtänzer erfreuen würden, kombiniert mit einem außergewöhnlichen Akkordeoneinsatz geben dem Art/Prog-Rock von ALIAS EYE gleich zu Beginn eine irgendwie eigentümliche Schlagseite mit, die die Band dann auch im Laufe des weiteren Albums nicht mehr so ganz wegbekommt, auch wenn das restliche Material auf „Field of Names“ dann doch eher dem entspricht, was man von einer Band dieses Genres erwartet. Obwohl...wer nun glaubt dass auf dem Debüt wie wild gefrickelt und geprogrockt wird, der täuscht sich. Auch ALIAS EYE legen einen viel größeren Wert auf den eigentlichen Song und tun auch gut daran. Denn was nach einem Durchlauf von „Field of Names“ übrig bleibt ist der Eindruck eines sehr gut komsumierbaren, gleichzeitig aber auch außergewöhnlichen und anspruchvollen Albums. So fällt es auch schwer ALIAS EYE mit irgend welchen anderen Bands zu vergleichen. Rockige Parts wechseln sich mit ruhigen Stellen ab, Fröhlichkeit wird mit einer leichten Melancholie unterlegt und immer wieder fällt das besondere Rhythmusgespür der Band auf. Rhythmus - ein sehr gutes Stichwort, denn anscheinend scheint die Band ein gewisses Faible fürlateinamerikanische Tänze zu haben, was vor allem gegen Ende des Albums in Songs wie „Hybrid“ oder „The Readiness is all“ ganz deutlich wird. Aber auch leicht jazzig lässt es die Band gerne mal angehen, womit dann auch ganz klar wird, dass „Field of Names“ kein Album für beinharte, verbohrte Metalheads ist. Aber diese dürften auch nicht das Zielpublikum von ALIAS EYE sein. Vielmehr kann sich der Fünfer wohl eines Platzes im Herzen der Prog-Gemeinde sicher sein, wozu die warme und angenehme Ausstrahlung, die durchaus auch mal mit einer Prise Humor gespickt ist, den abschließenden Beitrag leistet.

Fierce

www.soundbase.de

Wie bei den meisten Veröffentlichungen im Prog-Rock Bereich, brauchte ich für ‚Alias Eye’ einige Durchläufe, um mit dem aktuellen Output ‚Field of Names’ warm zu werden. Zu den vielen Durchläufen kommt dann auch noch die dringende Voraussetzung, gute 55 Minuten Zeit und absolute Ruhe zu haben, denn ansonsten gehen die vielen liebevollen Details einfach unbemerkt an einem vorbei.
Das erste, das mir zu diesem Album eingefallen ist, ist das Bild von einem Spielplatz für sehr gute Musiker, ein Spielplatz, auf dem alle Möglichkeiten zur Entfaltung gegeben sind, unterstützt von guten Klang- und Soundgerüsten. Dieses Sinnbild drängte sich mir deshalb auf, weil ‚Alias Eye’ frisch und unverbraucht mit ihrer Musik spielen, hier und da ein kleines musikalisches Experiment, da ein grundsolider Rhythmus, an anderer Stelle mal wieder kurz ein Gegenrhythmus oder Taktwechsel und dazwischen ein gradliniges, massives Gerüst, dabei aber nie aus den Augen verlierend, was als Gesamtwerk entstehen soll.
Trotz gelegentlicher Sperrigkeit innerhalb der einzelnen Songstrukturen zeichnet ‚Field of Names jedoch eines aus: Griffige Hooklines und Refrains die sehr catchy sind.
...
Fazit: Ich weiß echt nicht, ob manche Labels irgendwo eine Schublade haben, aus der sie von Zeit zu Zeit musikalische Hopefuls hervorzaubern, die in der Lage sind, gleich mit einem Debutalbum (Alias Eye haben vorher lediglich ein 3 Track Demo veröffentlicht) aufzutreten, das so ausgefeilt ist, wie es manche Bands selbst im dritten oder vierten Anlauf nicht hinkriegen würden, aber Fakt ist, dass sich ‚Alias Eye’ für mich angenehm aus der Flut an Neuerscheinungen hervorheben. Ich für meinen Teil denke, dass man aus dieser Ecke auch in Zukunft noch einiges erwarten kann und möchte allen Prog-Rockern empfehlen, ‚Field of Names’ mal ausgiebig anzutesten. (SK)


Ancient - Spirit

... Man sollte vielleicht vorwegnehmen, dass ALIAS EYE trotz einiger technischer Raffinessen sehr viel Wert auf Melodie und Eingängigkeit legen und so nicht unbedingt in das Standard-Klischee der verfrickelten Prog-Rocker passen. Aber das stellt sich keineswegs als Nachteil heraus, vielmehr gewinnen die Tracks dadurch an Atmosphäre und Tiefe. Besonders der Opener "Field of Names" hat es mir angetan, der mit seinen grandiosen Gesangslinien von Philip Griffiths und der schwebenden Stimmung einfach nur genial klingt. Auch das nachfolgende "Premortal Dance", das zunächst mit ruhigen Pianoklängen beginnt und dann etwas härter wird, begeistert durch vielschichtige Instrumentierung, coole Gitarren-Soli sowie erneut überragenden Gesang. Insgesamt lebt das Album von der Mischung aus getragenen, fast melancholischen Momenten - die sich übrigens durch fast alle Songs wie ein roter Faden ziehen - und eher rockigen, teils auch verspielteren Parts. Im weiteren Verlauf des Albums kristallisieren sich noch weitere Perlen wie das fast 8-minütige, sehr abwechslungsreiche "Driven" oder das mit Saxophon veredelte "The Readiness is all" heraus, bei dem übrigens der Vater von Sänger Philip - nämlich Martin Griffiths von BEGGAR'S OPERA - kräftig mitsingt. Alles in allem ist "Field of Names" ein Hammer-Debüt, dass nicht nur in jede anständige Prog-Sammlung gehört, sondern auch für Freunde von melodischen, aber keineswegs platten Songs ein absolutes Muss darstellt!
Joe, 11 Punkte

DURP

An den Start gehen ist bei der Klasse dieses Albums maßlos untertrieben. Mit "Field of Names" müssten die Jungs eigentlich sämtliche Progcharts dieses Planeten stürmen, denn diese Scheibe hat alles, was ein Prog-Klassiker braucht: Stimmung, eine variantenreiche Songauswahl, 120%ig sichere Arbeit an den Instrumenten, weite Melodien, tollen Sound, zurückhaltende Komplexität, professionelle Arrangements, spürbare Spielfreude - offenkundig bei Hybrid (berühmte Katz und Maus lassen grüssen) und Hybrid (honkey tonk) - und nicht zuletzt einen treffsicheren und ausdrucksstarken Sänger, von dem sich 80% der Progrockbands (Underground- und Profibereich) eine Scheibe abschneiden könnten . Ja selbst das Artwork ist ein Genuß - ein echter Mattias Noren eben. Egal ob sanfte Melancholie, jazzige Beschwingtheit, neoprogressive Hymnik, symphonische Anflüge, Nachdenklichkeit, Softfrickelei oder Groove ... ALIAS EYE beherrschen ihr Handwerk Sekunde für Sekunde und was das wichtigste ist: sie treffen immer ins Ohr. Ich werde daher den Teufel tun, aus diesem kompakten und rundum spektakulären Album einen Song hervorheben, denn das hätten die restlichen Songs nicht verdient. Fazit Ein Pflichtwerk für jeden Fan anspruchsvoller Rockmusik. ALIAS EYE halten jeden Vergleich mit den Genregrößen stand. Vergleiche sind hier sowieso fehl am Platz, denn ALIAS EYE haben ihren eigenen ausdruckstarken Stil gefunden, bei dem der Song König ist. Sensationell ! Wertung: 10

Break Out

Alle Achtung, was da die Mannheimer Alias Eye mit ihrem Erstling „Field Of Names“ auf die Beine gestellt hat. Zehn Stücke, die allesamt eines auszeichnet: perfektes Songwriting, ausgeklügelte Arrangements, hochklassige musikalische Leistungen. Ich kann mich nur an wenige Debüts deutscher Combos erinnern, die qualitativ solch ein hohes Niveau wie eben „Field Of Names“ aufweisen können. Ob’s daran liegt, daß Sänger Philip Griffiths, Sohn von keinem Geringerem als Beggar’s Opera-Frontmann Martin Griffiths, sicherlich mit Musik im Blut auf die Welt gekommen ist? Was er zusammen mit dem feinfühligen Gitarristen Matthias Richter, dem Keyboard-Virtuosen Vytas Lemke und der souverän aufspielenden Rhythmus-Sektion mit Basser Frank Fischer plus Schlagzeuger Ludwig Benedek auf die Beine gestellt hat, verdient meine Hochachtung. Das Spielfeld, auf dem sich Alias Eye sichtlich wohl fühlen, ist Art-Rock - und in punkto Niveau brauchen sich die Jungs hinter die Szene prägende Acts wie King Crimson oder aber Camel nicht zu verstecken. Es fällt schwer, irgendwelche musikalischen Höhepunkte zu finden, denn egal, ob es sich um Titeltrack „Field Of Names“, die längeren Sachen „Just Another Tragic Song“ und „River Running“ oder den CD-Abschluß „An End In Itself“ handelt - die Alias Eye-Tracks sind voller Emotionen und gehen unter die Haut, so daß man sich ihnen einfach nicht entziehen kann. Daß es sich bei Musik um eine Kuntsform handelt, die auch im Rock auf höchsten Standart sein kann, zeigen Alias Eye mit „Field Of Names“ überdeutlich. Marco Magin

Babyblaue Progressive Rock- (Review)

METAL INSIDE (Review)

METAL OBSERVER (Review)

POWERMETAL (Review)

CD DES MONATS JULI 2001
PROGROCK-DT

Die Erwartungen waren durch die Demo-EP Beyond The Mirror hoch gesteckt, präsentierte sich doch das Mannheimer Quintett Alias Eye als überraschend eigenständige Artrock- Formation mit exzellenten musikalischen Ansätzen und mit Philip Griffiths einen ausdrucksstarken, charismatischen Sänger.

Mittlerweile liegt das Debütalbum Field Of Names vor, das auf dem niederländischen Label DVS Records veröffentlicht wurde. Noch bevor man überhaupt in Genuss der Musik kommt, darf man sich an dem sehr gut gelungenem Artwork des Covers erfreuen, für das sich Mattias Norén von Progart verantwortlich zeichnet.

Musikalisch wird schon beim Opener, dem Titelstück Field of Names klar, dass die Formation sich hier völlig professionell sowohl produktionstechnisch, als auch musikalisch präsentiert. Die Stärke von Alias Eye liegt in ihrer (mit Verlaub) Leichtigkeit. Wer schwere Kost erwartet, der wird sie hier vergeblich suchen: Zwar geht es musikalisch durchaus komplex zu, deren Umsetzung gelingt aber Griffiths und seinen Mannen in der ordentlichen Produktion von Christian Schimanski geradezu spielerisch. Ein Merkmal, dass durchaus Ähnlichkeit zur beliebtesten Prog-Formation dieser Tage Spock’s Beard aufweist.
Um es klar zu stellen, Alias Eye plagiieren nicht Spock’s Beard (bemerkenswert ist aber dennoch das Quasi- Zitat des bärtigen The Doorway in River Running), sie haben nur eine offenkundige Gemeinsamkeit mit den Vulkaniern: Sie sind in der Lage Komplexität in wundervolle Melodien umzusetzen. Nur so kann ein Prädikat wie "die deutschen Spock’s Beard" Sinn machen. Gut vorstellbar, dass gerade die Fans der US-Amerikaner sehr angetan sein werden von Alias Eye‘s Field Of Names. Lockerer, unbeschwerter Prog mit zauberhaftem Sinn für eingängige Melodien und ausgefeilte Arrangements, ganz so, wie es die Selbstbeschreibung verspricht. Exemplarisch für diese unglaublich verspielte Unbeschwertheit sind die Zitate/ Versatzstücke in Hybrid, wo mal eben locker Johann Sebastian Bach (am Spinett), Pop goes the weasel und die Titelmelodie von Tom und Jerry zitiert werden.
Field of Names ist ein ideales Sommeralbum (vielleicht gemeinsam mit der an dieser Stelle im Mai 2001 vorgestellten Poor Genetic Material - Summerland, bei der ja auch Philip Griffiths dem Mikro vorsteht), das Trivialitäten geschickt vermeidet und das sich mit einer ganzen Reihe von Songs geradezu ohrwurmhaft im Bewusstsein festsetzt und von da erst einmal nicht mehr wegzubekommen ist.

Sal Pichireddu

PRALLVOLLE MUSIKALISCHE WUNDERTÜTE
Mannheimer Morgen (08-06-2001)

Eine Mannheimer Band lässt aufhorchen: Auf ihrer aktuellen Debüt-CD "Field Of Names" verblüfft die Progressive-Rockgruppe Alias Eye mit verschwenderischem Ideenreichtum. Harte Metal-Riffs und sperrig verschachtelte Rhythmen, hymnische Kirchenorgel-Akkorde und temperamentvolle Latin-Perkussion, romantische Oboen-Elegien und filigrane Flamenco-Einsprengsel - all dies packt das Quintett in vielfarbige Fünf-Minuten-Songs, die bei all ihrer Komplexität durch poppige Refrains und rockige Härte begeistern.

"Wegkommen von der Banalität" - dieses von Sänger Philip Griffiths formulierte Ziel haben Matthias Richter (Gitarre), Vytas Lemke (Keyboards), Frank Fischer (Bass) und Ludwig Bendek (Schlagzeug) eindrucksvoll in die Tat umgesetzt. Auf "Field Of Names" bestechen Alias Eye durch ausgefeilte Arrangements, kontrapunktische Lied-Strukturen und raffinierte Song-Dramatik. Nichts wirkt da plump oder profan - aber auch nicht aufgesetzt.

Denn wer glaubt, kunstvoll gedrechselter Prog-Rock müsse blutleer und gezwungen klingen, möge sich nur mal das famose Titelstück dieser Scheibe anhören. Orientalische Ton-Arabesken, kraftvolle Gitarren-Hiebe, vielschichtige Trommel-Beats und überraschende Akkordeon(!)-Einlagen fügen sich da zu einer mitreißenden Rock-Nummer mit Fusion-, Ethno- und Metal-Flair - eine irre Mischung.

Die zehn Stücke des Albums ergänzen sich zu einer turbulenten, abwechslungsreichen Achterbahnfahrt durch alle nur erdenklichen Stil-Gefilde: Die Spielfreude dieser virtuos auftrumpfenden Band scheint grenzenlos. Dabei meistert die famose Rhythmus-Section die zum Teil labyrinthischen Rhythmusabfolgen mit Bravour. Die technische Versiertheit der fünf Musiker gerät aber nie zum Selbstzweck; sie bringen das Kunststück fertig, bei aller Fabulierlust stets die Songform im Auge zu bewahren. Trotz zum Teil suitenartiger Strukturen wirken alle Stücke auf diesem Album stringent. So gerät die Temponummer "Mystery" zu einer Tour-de-Force zwischen swingendem Piano-Jazz, polterndem Walzer-Takt, kreischender Blues-Gitarre, burlesker Kirmes-Musik - und handfestem Rock-Gesang. Denn Philip Griffiths präsentiert sich auf diesem Album nicht nur als melancholischer Serenaden-Sänger und lyrischer Balladen-Vokalist, sondern auch als kraftvoller Shouter. Einer der vielen Glanzpunkte der CD ist "The Readiness Of All", ein Duett mit seinem Vater Martin Griffiths. Der war in den 70ern Frontmann der britischen Prog-Rock-Band Beggar's Opera. Sein Sohnemann steht nun im Blickpunkt einer Combo, die den Vergleich mit den glorreichen alten Zeiten nicht zu scheuen braucht.

Georg Spindler
© Mannheimer Morgen – 08.06.2001

EMPIRE MAGAZINE

Eine ganz neue Band mit eigenem Stil beeindruckt mit Leidenschaft und innovativer Rock-Musik.

Was sich die 5 Jungs von Alias Eye auf Ihrem Debüt-Album erlauben, ist schon Extraklasse. Ein Vergleich mit anderen Bands ist fast unmöglich. Ich möchte es dennoch versuchen: Ein bisschen Spock's Beard, ein wenig Pendragon oder Pink Floyd (gerade in den melodöseren Passagen)... Aber es bleibt schwer. Alias Eye prägen ihren ureigenen Stil. Und der ist allererste Sahne.

10 Tracks sind auf der CD zu finden. Es beginnt mit 'Field of Names', einem Stück, in dem man schon sehr viel von Alias Eye mitbekommt: Die hervoragende und vielseitige Stimme von Philip Griffiths, klar und prägnant, ein klasse Keyboard von Vytas Lemke und die prägende Gitarre von Matthias Richter.

Das zweite Stück 'Premortal Dance' ist dann auch mein Anspieltipp. Sehr schöne Keyboard-Klavier-Passage und eine tolles Gitarrensolo. Reinhören!

'Wasteland' als nächster Track hat deutliche Anleihen an Spock's Beard, ohne es zu übertreiben. Alias Eye bleibt Alias Eye - und das macht das Ganze erst richtig interessant. Die 'heftige' Gitarre mag ich besonders gern...

'Just another tragic song' ist eine Nummer mit viel Tiefgang, einem hervorragend aufgelegten Sänger Philip Griffith und einem klasse Keyboard-Solo. 'Driven' ist der längste Song der Scheibe und ein weiterer Anspieltipp von mir.

Mein Lieblingstrack der CD ist 'River running', mit einem unverwechselbaren Keyboard-Solo. Und wem dann noch 'Readiness is all' gefällt, wo Philipp sich ein tolles Gesangsduett mit Martin Griffiths, seinem Daddy, liefert, der kann sich getrost die CD zulegen.

Alias Eye hat für mich den Vogel abgeschossen. Ich hoffe, noch viel von den Jungs zu hören. Die Scheibe ist derzeit eine meiner Lieblings-CDs!



ALIAS EYE
Field of Names
(DVS Records)

Nach der vielversprechenden Demo-CD "Beyond the Mirror" (vgl. Empire 56) waren meine Erwartungen an die erste offizielle CD der Progrock-Ausgabe der "Söhne Mannheims" ziemlich hoch. Um es vorweg zu nehmen, Alias Eye hat sie glatt übertroffen. Die drei starken Songs der Mini-CD wurden neu eingespielt, zahlreicher instrumentiert, mit zusätzlichen Chorpassagen versehen und - ebenso wie der restlichen Songs der Scheibe - mit einem satten Sound ausgestattet. Doch auch die sieben neuen Titel wissen zu überzeugen. Schon der fetzige Titeltrack und Opener "Field of Names" begeistert sofort und macht Lust auf mehr. Alias Eye verstehen es wie kaum eine andere deutsche Progband melodiöse, anspruchsvolle Rockmusik mit eingängigen Passagen und Refrains zu verknüpfen: Musik für den Kopf, die dennoch ins Blut geht. Wer unter Progrock die fortwährende Aneinanderreihung von Breaks versteht, sollte lieber die Finger von diesem Silberling lassen, denn auf "Field of Names" geht es sehr harmonisch zu. Gleichzeitig sprüht die Musik nur so vor Ideenreichtum, Leichtigkeit und Spielfreude. Ganz unbekümmert und verspielt wird da z.B. auf "Hybrid" die Titelmelodie von Tom und Jerry zitiert oder im Outro von "The Readiness is all" ein relaxtes Saxophon zu sanften Latinoklängen eingesetzt. Letzterer Song ist ohnehin musikalischer Höhepunkt der 54minütigen CD, denn Philip Griffiths tritt hier zum "Gesangsduell" mit seinem Vater Martin, dem Sänger der legendären Formation Beggar's Opera, an und gewinnt knapp nach Punkten. Verblüffend wie ähnlich sich die beiden Stimmen sind und wie frisch und jugendlich der "alte" Griffiths immer noch klingt. Der starke Gesang ist überhaupt das I-Tüpfelchen auf dieser starken CD, die ich allen Freunden melodiöser Rockmusik nur wärmstens empfehlen kann. Für mich steht jedenfalls schon jetzt fest, dass Alias Eye neben Anyones Daughter und Scythe die dritte deutsche Band in meiner diesjährigen persönlichen Top 10 sein werden. Die offizielle CD Release Party wird am 08.06.2001 im Forum der Jugend Mannheim (Großer Saal) um 20:00 Uhr steigen. Karten gibt's im Vorverkauf für schlappe 10 Mark: info@aliaseye.com. Im Oktober soll es auf einem Konzert auch zu einem Gastauftritt von Martin Griffiths kommen. Vielleicht werden dann ja auch Klassiker wie Mc Arthur Park oder Time Machine präsentiert.

Martin Dambeck



PROGRESSIVE PAGES
ALBUM DES MONATS

alias eye - field of names

Kurz nach dem Release ihrer Drei-Track-Mini-CD "Beyond The Mirror" melden sich die Mannheimer ALIAS EYE nun mit ihrem ersten Album zurück. Stieß die Mini CD schon auf offene Ohren, so dürften sich nun alle ALIAS EYE Begeisterten (und auch solche, die es werden wollen) mit Genuss auf diese CD stürzen. Mit ihrer Mischung aus anspruchsvollen Prog-Elementen und eingängigen Melodiebögen haben die Mannheimer ein mehr als nur gutes Album am Start. Schon die ersten Töne des Openers machen klar, dass hier nicht gekleckert wird. Druckvoll, satt und kernig überfällt einen der volle Sound des Albums. Der Bass von Frank Fischer und das Schlagzeug von Ludwig benedek bauen ein grooviges Fundament, die Keyboards von Vytas Lemke und die Gitarre von Matthias Richter halten sich über das gesamte Album die Waage. Die begnadete Stimme von Philip Griffiths ist dabei nicht nur das i-Tüpfelchen. Wie gesagt, der Sound des Openers überfällt einen erstmal. Der Song beginnt mit einer recht sperrigen Strophe, plötzlich Akkordeonsounds - das ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Der Refrain ist sehr melodiös und rockig. Mit "Premortal Dance" kommt die erste Nummer die auch schon auf der Mini- CD zu hören war. Überarbeitet und soundtechnisch aufgefrischt bietet das Stück sehr eingängige Melodiebögen in einer melancholischen Grundstimmung. "Wasteland" hat etwas Dramatisches. Ein flottes Tempo wird vorgelegt, der Refrain hat Gänsehautniveau, was besonders durch Philips Stimme ausgelöst wird. Der Mittelteil hingegen erscheint ganz ruhig, geradezu sentimental. Eine herrliche Mischung. Jede andere Stimmung als Tragik wäre falsch, wenn man einen Song "Just Another Tragic Song" nennt. Und genau so beginnt er auch. Die Akustikgitarre zaubert eine beeindruckende Atmosphäre, gepaart mit einem geradezu hauchzartem Gesang. Der Refrain ist einfach nur als schön zu bezeichnen, die traurige Grundstimmung des Songs wird besonders durch einen stark groovenden Bass erzeugt. Eine Hammerballade. Sehr ruhig ist auch "Driven". Der Mittelteil bietet ein sehr gefühlvolles Gitarrensolo. Überhaupt ist Gefühl DAS Wort, welches auf diesen Song wie massgeschneidert passt. "River Running" ist dann der überarbeitete Opener der bereits angesprochenen Mini CD. Der sehr starke Piano-Mittelteil kann überzeugen und erinnert an klassische Werke. "Hybrid" steht in einer Linie mit dem Titelsong oder "Wasteland". Dabei sind es immer wieder die zauberhaften Melodien, die für Überraschungsmomente sorgen. Auch hier wird klar, dass Vytas Keyboardspiel sehr klassisch angehaucht ist. Mit "Mystery" wird es ziemlich bluesig. Kneipenatmosphäre macht sich breit. Man fühlt sich spätestens im Solopart um hundert Jahre zurückversetzt - in einer Kneipe in St. Pauli... Sehr viel Gefühl ist dann in "The Readiness Is All", in welchem Philip mit seinem Vater (ex Beggar's Opera) im Duett singt. Eindrucksvoll, wie ähnlich beide klingen. Der Song strahlt sehr viel Wärme aus. Der jazzige Abschluß tut einiges dazu, das Saxophon schafft Atmosphäre. Mit "An End In Itself" gibt es dann den Abschluß wie auch auf der Mini CD. Philips Gesang erzeugt hier wieder Gänsehaut pur. Ziemlich melancholisch ist die Stimmung. Die Pianos und dazu traurig singende Gitarren lassen einen Wegdriften. Mit "Field Of Names" hat die Mannheimer Formation ein grandioses Debüt vorgelegt. Viele Bands verfangen sich in Frickeleien und vergessen dabei die Songdienlichkeit, an anderen hört man sich schnell satt, weil man eben zu simpel strickt. ALIAS EYE verbinden diese Elemente geschickt und verpassen den Songs somit eine eigene Note. Jeder Song für sich hat einen eigenen Charakter und davon lebt das Album. Hier erwartet euch eine Dichte, die man bei anderen Bands vergeblich sucht.



PROGRESSIVE NEWSLETTER

Alias Eye - Field of names
(54:10, DVS Records, 2001)

Bereits auf der Mini-CD "Beyond the mirror" (PNL Nr.32) outeten sich Alias Eye als nächster Geheimtipp aus deutschen Landen. Jetzt haben sie mit "Field of Names" ihren ersten fast einstündigen Longplayer vorgelegt und siehe da, der positive Grundtrend des Demos setzt sich nahtlos auch auf dieser gelungenen Produktion fort. Der Fünfer aus Mannheim hat ein wunderbares melodisches Prog / Rock Album voll einprägsamer Hooklines zusammengebastelt, welches von vorne bis hinten Spaß macht, aber trotz seiner Zugänglichkeit, nie platt wirkt und zudem auch noch einige originelle Überraschungen parat hat. Schon der Titletrack als gleichzeitiger Opener der Scheibe, beweist Mut. Zum einen wird hier elegant Härte und Melodie verbunden, zum anderen versprühen singende Gitarre und Quetschkommode, sprich Ziehharmonika orientalisches Flair. Bereits hier zeigen sich einige typische Hauptmerkmale der Musik von Alias Eye, die man auf dem ganzen Album immer wieder hört und -findet: tolle Melodien in Ohrwurmqualität, interessante Instrumentalausflüge, vor allem von Gitarrist Matthias Richter und dazu mit Philip Griffiths ein Frontmann, der mit seiner angenehmen, weichen Stimme der Musik Herz und Gefühl verleiht. Auf weiteren Titeln, wie "Just another tragic song" und vor allem "Driven", sowie "An end in itself" sorgt dann die gut durchdachte Balance aus sentimentalen, balladesken Ideen und emotionalen Momenten für eine facettenreiche Berg- und Talfahrt der Gefühle. Solide rockige Klänge, geradliniger und geradeaus, wechseln ab mit verspielter Leichtigkeit, ohne dass irgendetwas gekünstelt oder konstruiert wirkt. Die Songidee, der kompakter Aufbau, der stetige Fluss stehen immer im Vordergrund. Weiterhin konnte als Gastmusiker namhafte Unterstützung in der eigenen Verwandtschaft gefunden werden. "The readiness is all" (mit swingenden Saxophonsolo und leichtem Latintouch im Schlussteil) singt Philip Griffiths zusammen mit seinem Vater Martin Griffiths, dem ehemaligen Sänger von Beggar's Opera. Im Background- gesang gibt es zudem ein Wiederhören mit King Ping Meh Frontmann Werner Stephan. Diese vielversprechende Band spricht alle Fans melodisch-anspruchsvoller Musik an und man wird von ihnen auch hoffentlich in der Zukunft noch mehr hören. Augen und Ohren auf für Alias Eye!

ECLIPSED Magazine

Alias Eye - Field Of Names

Ein neuer Stern geht am Musikhimmel auf. Alias Eye begeistern mit ihrem Debüt auf Anhieb. Field Of Names ist kein typisches Prog-Album. Vielmehr dominieren wieder Melodien. Es tut gut, mal wieder eine CD hören und genießen zu können. Es soll aber auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass es sich hier um Billig-Pop handelt. Ganz im Gegenteil. Jeder Song hat seinen eigenen Charakter. Schon beim Opener, zugleich Titeltrack, geht es bereits zur Sache. Sie machen hier nicht den Versuch zu zeigen, ob Akkordeon zu unserer Art Musik passt oder nicht - sie beweisen es! Premortal Dance, dem zweiten Track, beginnt schön ruhig. Vor allem sticht ein wunderbarer Orgelteppich hervor. Die dritte Runde beginnt dann doch eher wild. Wow - Yes-mässig! Der Mittelteil ist wieder ansprechend ruhig, ehe es wieder mit perfektem Übergang wilder wird. Just Another Tragic Song, wie könnte es anders sein, ist melancholisch, ruhig und nachdenklich. Driven ist mit knapp 8 Minuten der längste Song. Wenn es ein Prog-Song gibt würde ich meinen, dass es dieser ist. Aber so sehr anders ist er nun auch wieder nicht. Durch das Ganze zieht sich ein Faden: Die Stimme von Philip Griffiths. Eine sehr schöne, kräftige und markante Stimme. Sie setzt jedem Song den Alias Eye Stempel auf. Unweigerlich! Auch wenn die Songs klassisch angehaucht sind wie Hybrid tönen sie nach Alias Eye. Highlight für mich ist Readiness Is All. Hier sing Philips Vater (Beggars Opera) im Duett mit seinem Sohn. Auch ein Saxophon kommt zum Einsatz. Der Schluss bildet An End In Itself. Dieser Song ist auch auf dem ECLIPSED Sampler von Heft 32 als Demo-Version. Dieser wurde aber nochmals komplett neu aufgenommen um ihn auf den gleichen Stand wie den Rest zu bringen. Als Abschluss kann ich nur sagen: Probehören ist verlorene Zeit - gleich die CD kaufen! Wer es trotzdem nicht glaubt kann sich auf dem Sampler zu diesem Heft Klarheit verschaffen: Readiness Is All ist auf der CD um die letzten Zweifel zu beseitigen. Wirklich phänomenal für ein Debüt! (BS)



Eine Auswahl aktueller Rezensionen unseres Albums Field Of Names. Kritiken unserer DEMO-CD "Beyond The Mirror" können hier abgerufen werden.

Hier findest du Konzert-Kritiken.


.... immer mal wieder auf dieser Seite nachschauen, um neue Field Of Names Kritiken zu finden!