
ROCK HARD
Als die Demo-CD
von ALIAS EYE herauskam, überschlugen sich die Prog-Zirkel
förmlich und sprachen von einer kommenden Sensation.
Jetzt, da die Debüt-CD erschienen ist, wird klar, warum:
Die Mannheimer Combo ist perfekt für Frickel-Freaks
und Break-Bewunderer geeignet. Dabei lassen sich ALIAS EYE
nicht lumpen und machen schon beim Opener und Titeltrack
klar, dass man in der nächsten knappen Stunde alle
nur erdenklichen Experimente wagen will: Ein Rhythmus, der
auch für Psychotic Waltz nicht zu schade gewesen wäre,
wird mit einem Akkordeon-artigen Keyboard kombiniert. Zum
Glück groovt „Field Of Names“ trotz aller komplexen
Arrangements anständig und steht nicht so statisch
in der Ecke rum wie viele andere Progrock-Veröffentlichungen.
Außerdem haben ALIAS EYE ihre ruhigsten und melodischsten
Momente geschickt zwischen alles gestreut, was vertrackt
und zugenäht ist, so dass „Field Of Names“ sowohl Proggies
wie Straighties munden dürfte. Die Aufstiegschancen
in der Prog-Szene sind für ALIAS EYE ohne Frage gigantisch.
Michael Rensen
METAL HEART
ALIAS EYE - Der Fluss des Lebens
Mitten in die Sommerhitze
wehte sie herein: die unverhofft frische Prog-Brise namens
Alias Eye. Das Mannheimer Quintett zählt bereits mit
ihrem Debutalbum Field Of Names zum Großartigsten,
was die deutsche Prog-Szene je hervorgebracht hat. Der mitreißende
Strom aus Art Rock, Folk, Jazz, Klassik, Latin und Blues
umfängt den Hörer magisch mit jederzeit eingängigen
Melodien und nachvollziehbaren Songaufbauten...
Stefan Pfefferle
Dutch
Progressive Rock Page
Ed's Review
The music is diverse, catchy, inventive (accordion prog
in the title track) and features a mixture of lots of styles,
including pop, rock, classical music (mainly in the keyboard
solos), vocal harmonies and even Latin (in The Readiness
is All). It's good to hear that the band doesn't take itself
too serious and has a good sense of humour, for instance
by including the 'Pop Goes the Weasle' melody in Hybrid
or the slapstick-like section in Mystery.
Philip Griffiths has a perfect voice for the enjoyable vocal
melodies, very pleasing to listen to and devoid of the often
present German accent. Frank Fisher (bass) and Ludwig Benedek
(drums) provide many a catchy and intrecate tight rhythm
pattern, while Frank also riffs along with Matthias Richter,
the guitar player who brings us some great solos as well
(including some slightly Floydian influences, like in An
End in Itself, and occassional fast playing, but without
turning into one of those manic ego trips). Last but not
least Vytas Lemke treats the listener to some excellent
keyboard work, ranging from accessible and poppy to light
classical, but always blending in perfectly with the rest
of the music.
There's quite a high number of ballad or lower tempo songs
on the album, but fortunately there's still enough powerful
stuff going on in these songs (e.g. heavy guitar chords)
to keep the album from getting unbalanced. As a matter of
fact, most of the ballads sound like something a good prog
metal band could perform. At other times the slow songs
take an unexpected turn just before they begin to drag a
bit, like The Readiness is All, which suddenly moves into
a Latin section with saxophone
progressor.net
...Such an excellent union of various talents, raised to
the power of real professionalism of The Five at Alias Eye,
makes the release of the “Field of Names” album one of the
most significant Prog events of the year, at least. Summary.
Philip Griffiths and another band’s mastermind, keyboard
player Vytas Lemke, with the help of their colleagues, very
talented musicians, have created an album unique in some
ways. Call it Neo Prog-Metal or Classic Progressive Hard-Rock,
“Field of Names” is an album of such high quality that,
given a proper distribution, it will not only (yet obviously)
make a lot of Prog-heads all over the world happy, but also,
thanks to such specific nuances as a structural haziness
of the album as a whole, bright and very tasteful themes,
not too complex yet really ingenious arrangements, wonderful
and diverse vocal parts should find a good response with
a big audience. Sure, if “Field of Names” had been released
in the middle of the 1980s, Alias Eye would’ve attained
the same respected status as the bands like The Mission,
Magnum, Pallas, and even Marillion had at the time, that
were all great bands, based on major labels. In my view,
Alias Eye is one of those several contemporary Prog bands
that have a potential to become fresh and, the main thing,
alive entities of already completely dead contemporary mainstream
music.
www.vampster.com
Bei DVS Records handelt
es sich um ein recht junges Label aus Holland, das mit „Field
of Names“ von ALIAS EYE nun die dritte Veröffentlichung
unters Volk bringt. Und da es dem Label darauf anzukommen
scheint sich hochwertige und außergewöhnliche
Acts im Prog Genre herauszupicken und anstatt eine Masse
an Bands sich lieber um eine kleine aber sehr feine Auswahl
zu kümmern, verwundert es nicht, dass man auch mit
ALIAS EYE einen Act vorgestellt bekommt, bei dem man sich
wirklich fragt „wo findet man denn solche Bands?“
Und dass man dann mit
„Field of Names“ einen mehr als außergewöhnlichen
Opener vor den Latz geknallt bekommt überrascht dann
letztendlich nur noch wenig. Rythmen, die jeden Standardtänzer
erfreuen würden, kombiniert mit einem außergewöhnlichen
Akkordeoneinsatz geben dem Art/Prog-Rock von ALIAS EYE gleich
zu Beginn eine irgendwie eigentümliche Schlagseite
mit, die die Band dann auch im Laufe des weiteren Albums
nicht mehr so ganz wegbekommt, auch wenn das restliche Material
auf „Field of Names“ dann doch eher dem entspricht, was
man von einer Band dieses Genres erwartet. Obwohl...wer
nun glaubt dass auf dem Debüt wie wild gefrickelt und
geprogrockt wird, der täuscht sich. Auch ALIAS EYE
legen einen viel größeren Wert auf den eigentlichen
Song und tun auch gut daran. Denn was nach einem Durchlauf
von „Field of Names“ übrig bleibt ist der Eindruck
eines sehr gut komsumierbaren, gleichzeitig aber auch außergewöhnlichen
und anspruchvollen Albums. So fällt es auch schwer
ALIAS EYE mit irgend welchen anderen Bands zu vergleichen.
Rockige Parts wechseln sich mit ruhigen Stellen ab, Fröhlichkeit
wird mit einer leichten Melancholie unterlegt und immer
wieder fällt das besondere Rhythmusgespür der
Band auf. Rhythmus - ein sehr gutes Stichwort, denn anscheinend
scheint die Band ein gewisses Faible fürlateinamerikanische
Tänze zu haben, was vor allem gegen Ende des Albums
in Songs wie „Hybrid“ oder „The Readiness is all“ ganz deutlich
wird. Aber auch leicht jazzig lässt es die Band gerne
mal angehen, womit dann auch ganz klar wird, dass „Field
of Names“ kein Album für beinharte, verbohrte Metalheads
ist. Aber diese dürften auch nicht das Zielpublikum
von ALIAS EYE sein. Vielmehr kann sich der Fünfer wohl
eines Platzes im Herzen der Prog-Gemeinde sicher sein, wozu
die warme und angenehme Ausstrahlung, die durchaus auch
mal mit einer Prise Humor gespickt ist, den abschließenden
Beitrag leistet.
Fierce
www.soundbase.de
Wie bei den meisten Veröffentlichungen
im Prog-Rock Bereich, brauchte ich für ‚Alias Eye’
einige Durchläufe, um mit dem aktuellen Output ‚Field
of Names’ warm zu werden. Zu den vielen Durchläufen
kommt dann auch noch die dringende Voraussetzung, gute 55
Minuten Zeit und absolute Ruhe zu haben, denn ansonsten
gehen die vielen liebevollen Details einfach unbemerkt an
einem vorbei.
Das erste, das mir zu diesem Album eingefallen ist, ist
das Bild von einem Spielplatz für sehr gute Musiker,
ein Spielplatz, auf dem alle Möglichkeiten zur Entfaltung
gegeben sind, unterstützt von guten Klang- und Soundgerüsten.
Dieses Sinnbild drängte sich mir deshalb auf, weil
‚Alias Eye’ frisch und unverbraucht mit ihrer Musik spielen,
hier und da ein kleines musikalisches Experiment, da ein
grundsolider Rhythmus, an anderer Stelle mal wieder kurz
ein Gegenrhythmus oder Taktwechsel und dazwischen ein gradliniges,
massives Gerüst, dabei aber nie aus den Augen verlierend,
was als Gesamtwerk entstehen soll.
Trotz gelegentlicher Sperrigkeit innerhalb der einzelnen
Songstrukturen zeichnet ‚Field of Names jedoch eines aus:
Griffige Hooklines und Refrains die sehr catchy sind.
...
Fazit: Ich weiß echt nicht, ob manche Labels irgendwo
eine Schublade haben, aus der sie von Zeit zu Zeit musikalische
Hopefuls hervorzaubern, die in der Lage sind, gleich mit
einem Debutalbum (Alias Eye haben vorher lediglich ein 3
Track Demo veröffentlicht) aufzutreten, das so ausgefeilt
ist, wie es manche Bands selbst im dritten oder vierten
Anlauf nicht hinkriegen würden, aber Fakt ist, dass
sich ‚Alias Eye’ für mich angenehm aus der Flut an
Neuerscheinungen hervorheben. Ich für meinen Teil denke,
dass man aus dieser Ecke auch in Zukunft noch einiges erwarten
kann und möchte allen Prog-Rockern empfehlen, ‚Field
of Names’ mal ausgiebig anzutesten. (SK)
Ancient
- Spirit
...
Man sollte vielleicht vorwegnehmen, dass ALIAS EYE trotz
einiger technischer Raffinessen sehr viel Wert auf Melodie
und Eingängigkeit legen und so nicht unbedingt in das Standard-Klischee
der verfrickelten Prog-Rocker passen. Aber das stellt sich
keineswegs als Nachteil heraus, vielmehr gewinnen die Tracks
dadurch an Atmosphäre und Tiefe. Besonders der Opener "Field
of Names" hat es mir angetan, der mit seinen grandiosen
Gesangslinien von Philip Griffiths und der schwebenden Stimmung
einfach nur genial klingt. Auch das nachfolgende "Premortal
Dance", das zunächst mit ruhigen Pianoklängen beginnt und
dann etwas härter wird, begeistert durch vielschichtige
Instrumentierung, coole Gitarren-Soli sowie erneut überragenden
Gesang. Insgesamt lebt das Album von der Mischung aus getragenen,
fast melancholischen Momenten - die sich übrigens durch
fast alle Songs wie ein roter Faden ziehen - und eher rockigen,
teils auch verspielteren Parts. Im weiteren Verlauf des
Albums kristallisieren sich noch weitere Perlen wie das
fast 8-minütige, sehr abwechslungsreiche "Driven" oder das
mit Saxophon veredelte "The Readiness is all" heraus, bei
dem übrigens der Vater von Sänger Philip - nämlich Martin
Griffiths von BEGGAR'S OPERA - kräftig mitsingt. Alles in
allem ist "Field of Names" ein Hammer-Debüt, dass nicht
nur in jede anständige Prog-Sammlung gehört, sondern auch
für Freunde von melodischen, aber keineswegs platten Songs
ein absolutes Muss darstellt!
Joe, 11 Punkte
DURP
An den Start gehen
ist bei der Klasse dieses Albums maßlos untertrieben. Mit
"Field of Names" müssten die Jungs eigentlich sämtliche
Progcharts dieses Planeten stürmen, denn diese Scheibe hat
alles, was ein Prog-Klassiker braucht: Stimmung, eine variantenreiche
Songauswahl, 120%ig sichere Arbeit an den Instrumenten,
weite Melodien, tollen Sound, zurückhaltende Komplexität,
professionelle Arrangements, spürbare Spielfreude - offenkundig
bei Hybrid (berühmte Katz und Maus lassen grüssen) und Hybrid
(honkey tonk) - und nicht zuletzt einen treffsicheren und
ausdrucksstarken Sänger, von dem sich 80% der Progrockbands
(Underground- und Profibereich) eine Scheibe abschneiden
könnten . Ja selbst das Artwork ist ein Genuß - ein echter
Mattias Noren eben. Egal ob sanfte Melancholie, jazzige
Beschwingtheit, neoprogressive Hymnik, symphonische Anflüge,
Nachdenklichkeit, Softfrickelei oder Groove ... ALIAS EYE
beherrschen ihr Handwerk Sekunde für Sekunde und was das
wichtigste ist: sie treffen immer ins Ohr. Ich werde daher
den Teufel tun, aus diesem kompakten und rundum spektakulären
Album einen Song hervorheben, denn das hätten die restlichen
Songs nicht verdient. Fazit Ein Pflichtwerk für jeden Fan
anspruchsvoller Rockmusik. ALIAS EYE halten jeden Vergleich
mit den Genregrößen stand. Vergleiche sind hier sowieso
fehl am Platz, denn ALIAS EYE haben ihren eigenen ausdruckstarken
Stil gefunden, bei dem der Song König ist. Sensationell
! Wertung: 10
Break
Out
Alle Achtung, was
da die Mannheimer Alias Eye mit ihrem Erstling „Field Of
Names“ auf die Beine gestellt hat. Zehn Stücke, die allesamt
eines auszeichnet: perfektes Songwriting, ausgeklügelte
Arrangements, hochklassige musikalische Leistungen. Ich
kann mich nur an wenige Debüts deutscher Combos erinnern,
die qualitativ solch ein hohes Niveau wie eben „Field Of
Names“ aufweisen können. Ob’s daran liegt, daß Sänger Philip
Griffiths, Sohn von keinem Geringerem als Beggar’s Opera-Frontmann
Martin Griffiths, sicherlich mit Musik im Blut auf die Welt
gekommen ist? Was er zusammen mit dem feinfühligen Gitarristen
Matthias Richter, dem Keyboard-Virtuosen Vytas Lemke und
der souverän aufspielenden Rhythmus-Sektion mit Basser Frank
Fischer plus Schlagzeuger Ludwig Benedek auf die Beine gestellt
hat, verdient meine Hochachtung. Das Spielfeld, auf dem
sich Alias Eye sichtlich wohl fühlen, ist Art-Rock - und
in punkto Niveau brauchen sich die Jungs hinter die Szene
prägende Acts wie King Crimson oder aber Camel nicht zu
verstecken. Es fällt schwer, irgendwelche musikalischen
Höhepunkte zu finden, denn egal, ob es sich um Titeltrack
„Field Of Names“, die längeren Sachen „Just Another Tragic
Song“ und „River Running“ oder den CD-Abschluß „An End In
Itself“ handelt - die Alias Eye-Tracks sind voller Emotionen
und gehen unter die Haut, so daß man sich ihnen einfach
nicht entziehen kann. Daß es sich bei Musik um eine Kuntsform
handelt, die auch im Rock auf höchsten Standart sein kann,
zeigen Alias Eye mit „Field Of Names“ überdeutlich. Marco
Magin
Babyblaue
Progressive Rock- (Review)
METAL
INSIDE (Review)
METAL
OBSERVER (Review)
POWERMETAL
(Review)
CD DES MONATS
JULI 2001
PROGROCK-DT
Die Erwartungen waren
durch die Demo-EP Beyond The Mirror hoch gesteckt, präsentierte
sich doch das Mannheimer Quintett Alias Eye als überraschend
eigenständige Artrock- Formation mit exzellenten musikalischen
Ansätzen und mit Philip Griffiths einen ausdrucksstarken,
charismatischen Sänger.
Mittlerweile
liegt das Debütalbum Field Of Names vor, das auf dem
niederländischen Label DVS Records veröffentlicht
wurde. Noch bevor man überhaupt in Genuss der Musik
kommt, darf man sich an dem sehr gut gelungenem Artwork
des Covers erfreuen, für das sich Mattias Norén
von Progart verantwortlich zeichnet.
Musikalisch
wird schon beim Opener, dem Titelstück Field of Names
klar, dass die Formation sich hier völlig professionell
sowohl produktionstechnisch, als auch musikalisch präsentiert.
Die Stärke von Alias Eye liegt in ihrer (mit Verlaub)
Leichtigkeit. Wer schwere Kost erwartet, der wird sie hier
vergeblich suchen: Zwar geht es musikalisch durchaus komplex
zu, deren Umsetzung gelingt aber Griffiths und seinen Mannen
in der ordentlichen Produktion von Christian Schimanski
geradezu spielerisch. Ein Merkmal, dass durchaus Ähnlichkeit
zur beliebtesten Prog-Formation dieser Tage Spocks
Beard aufweist.
Um es klar zu stellen, Alias Eye plagiieren nicht Spocks
Beard (bemerkenswert ist aber dennoch das Quasi- Zitat des
bärtigen The Doorway in River Running), sie haben nur
eine offenkundige Gemeinsamkeit mit den Vulkaniern: Sie
sind in der Lage Komplexität in wundervolle Melodien
umzusetzen. Nur so kann ein Prädikat wie "die
deutschen Spocks Beard" Sinn machen. Gut vorstellbar,
dass gerade die Fans der US-Amerikaner sehr angetan sein
werden von Alias Eyes Field Of Names. Lockerer, unbeschwerter
Prog mit zauberhaftem Sinn für eingängige Melodien
und ausgefeilte Arrangements, ganz so, wie es die Selbstbeschreibung
verspricht. Exemplarisch für diese unglaublich verspielte
Unbeschwertheit sind die Zitate/ Versatzstücke in Hybrid,
wo mal eben locker Johann Sebastian Bach (am Spinett), Pop
goes the weasel und die Titelmelodie von Tom und Jerry zitiert
werden.
Field of Names ist ein ideales Sommeralbum (vielleicht gemeinsam
mit der an dieser Stelle im Mai 2001 vorgestellten Poor
Genetic Material - Summerland, bei der ja auch Philip Griffiths
dem Mikro vorsteht), das Trivialitäten geschickt vermeidet
und das sich mit einer ganzen Reihe von Songs geradezu ohrwurmhaft
im Bewusstsein festsetzt und von da erst einmal nicht mehr
wegzubekommen ist.
Sal
Pichireddu
PRALLVOLLE
MUSIKALISCHE WUNDERTÜTE
Mannheimer Morgen (08-06-2001)
Eine
Mannheimer Band lässt aufhorchen: Auf ihrer aktuellen
Debüt-CD "Field Of Names" verblüfft
die Progressive-Rockgruppe Alias Eye mit verschwenderischem
Ideenreichtum. Harte Metal-Riffs und sperrig verschachtelte
Rhythmen, hymnische Kirchenorgel-Akkorde und temperamentvolle
Latin-Perkussion, romantische Oboen-Elegien und filigrane
Flamenco-Einsprengsel - all dies packt das Quintett in vielfarbige
Fünf-Minuten-Songs, die bei all ihrer Komplexität
durch poppige Refrains und rockige Härte begeistern.
"Wegkommen
von der Banalität" - dieses von Sänger Philip
Griffiths formulierte Ziel haben Matthias Richter (Gitarre),
Vytas Lemke (Keyboards), Frank Fischer (Bass) und Ludwig
Bendek (Schlagzeug) eindrucksvoll in die Tat umgesetzt.
Auf "Field Of Names" bestechen Alias Eye durch
ausgefeilte Arrangements, kontrapunktische Lied-Strukturen
und raffinierte Song-Dramatik. Nichts wirkt da plump oder
profan - aber auch nicht aufgesetzt.
Denn
wer glaubt, kunstvoll gedrechselter Prog-Rock müsse
blutleer und gezwungen klingen, möge sich nur mal das
famose Titelstück dieser Scheibe anhören. Orientalische
Ton-Arabesken, kraftvolle Gitarren-Hiebe, vielschichtige
Trommel-Beats und überraschende Akkordeon(!)-Einlagen
fügen sich da zu einer mitreißenden Rock-Nummer
mit Fusion-, Ethno- und Metal-Flair - eine irre Mischung.
Die
zehn Stücke des Albums ergänzen sich zu einer
turbulenten, abwechslungsreichen Achterbahnfahrt durch alle
nur erdenklichen Stil-Gefilde: Die Spielfreude dieser virtuos
auftrumpfenden Band scheint grenzenlos. Dabei meistert die
famose Rhythmus-Section die zum Teil labyrinthischen Rhythmusabfolgen
mit Bravour. Die technische Versiertheit der fünf Musiker
gerät aber nie zum Selbstzweck; sie bringen das Kunststück
fertig, bei aller Fabulierlust stets die Songform im Auge
zu bewahren. Trotz zum Teil suitenartiger Strukturen wirken
alle Stücke auf diesem Album stringent. So gerät
die Temponummer "Mystery" zu einer Tour-de-Force
zwischen swingendem Piano-Jazz, polterndem Walzer-Takt,
kreischender Blues-Gitarre, burlesker Kirmes-Musik - und
handfestem Rock-Gesang. Denn Philip Griffiths präsentiert
sich auf diesem Album nicht nur als melancholischer Serenaden-Sänger
und lyrischer Balladen-Vokalist, sondern auch als kraftvoller
Shouter. Einer der vielen Glanzpunkte der CD ist "The
Readiness Of All", ein Duett mit seinem Vater Martin
Griffiths. Der war in den 70ern Frontmann der britischen
Prog-Rock-Band Beggar's Opera. Sein Sohnemann steht nun
im Blickpunkt einer Combo, die den Vergleich mit den glorreichen
alten Zeiten nicht zu scheuen braucht.
Georg
Spindler
© Mannheimer Morgen 08.06.2001
EMPIRE
MAGAZINE
Eine
ganz neue Band mit eigenem Stil beeindruckt mit Leidenschaft
und innovativer Rock-Musik.
Was
sich die 5 Jungs von Alias Eye auf Ihrem Debüt-Album
erlauben, ist schon Extraklasse. Ein Vergleich mit anderen
Bands ist fast unmöglich. Ich möchte es dennoch
versuchen: Ein bisschen Spock's Beard, ein wenig Pendragon
oder Pink Floyd (gerade in den melodöseren Passagen)...
Aber es bleibt schwer. Alias Eye prägen ihren ureigenen
Stil. Und der ist allererste Sahne.
10
Tracks sind auf der CD zu finden. Es beginnt mit 'Field
of Names', einem Stück, in dem man schon sehr viel
von Alias Eye mitbekommt: Die hervoragende und vielseitige
Stimme von Philip Griffiths, klar und prägnant, ein
klasse Keyboard von Vytas Lemke und die prägende Gitarre
von Matthias Richter.
Das
zweite Stück 'Premortal Dance' ist dann auch mein Anspieltipp.
Sehr schöne Keyboard-Klavier-Passage und eine tolles
Gitarrensolo. Reinhören!
'Wasteland'
als nächster Track hat deutliche Anleihen an Spock's
Beard, ohne es zu übertreiben. Alias Eye bleibt Alias
Eye - und das macht das Ganze erst richtig interessant.
Die 'heftige' Gitarre mag ich besonders gern...
'Just
another tragic song' ist eine Nummer mit viel Tiefgang,
einem hervorragend aufgelegten Sänger Philip Griffith
und einem klasse Keyboard-Solo. 'Driven' ist der längste
Song der Scheibe und ein weiterer Anspieltipp von mir.
Mein
Lieblingstrack der CD ist 'River running', mit einem unverwechselbaren
Keyboard-Solo. Und wem dann noch 'Readiness is all' gefällt,
wo Philipp sich ein tolles Gesangsduett mit Martin Griffiths,
seinem Daddy, liefert, der kann sich getrost die CD zulegen.
Alias
Eye hat für mich den Vogel abgeschossen. Ich hoffe,
noch viel von den Jungs zu hören. Die Scheibe ist derzeit
eine meiner Lieblings-CDs!
ALIAS EYE
Field of Names
(DVS Records)