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In Zeiten, in denen man neue gute Progressive-Rock-Bands
mit der Lupe suchen muss, sind Alias Eye eine angenehme Überraschung.
Mit ihrem extrem vielseitigen Stil entziehen sie sich sämtlichen
Klischees und überzeugen mit kompakten, ohrenfreundlichen
Songs.
Bereits auf dem Debütalbum Field Of Names konnten
die fünf Mannheimer mehr als überzeugen, doch
mit A Different Point Of You liefern sie ihre endgültige
Reifeprüfung ab. Getragen von Philip Griffith' charismatischen,
nie zu dünnen Vocals, rocken und proggen Alias Eye
durch die verschiedensten musikalischen Schubladen, ohne
sich dabei je in Gefrickel oder überambitionierten
Arrangements zu verzetteln. Klassische Progresssive-Rock-Elemente
finden sich genauso wieder wie Jazz, Pop, Hardrock, Blues,
Funk und Chanson, wobei das Hauptaugenmerk stets auf nachvollziehbaren
Melodien, interessanten Klangfarben und knackigen Rhythmen
liegt.
Mit diesen neun
Songs etablieren sich Alias Eye als eine der wichtigsten
Prog-Bands Deutschlands und dürfen
fortan sogar ungestraft in einem Atemzug mit Szene-Helden
wie den ähnlich vielseitigen Flower Kings genannt
werden. (Michael Rensen)
Eclipsed
Legte die Band um
Frontman Philip Griffiths in 2001 mit „Field of Names“
ein beachtliches Debütalbum vor, zeigt sie jetzt
auf dem Nachfolger zusätzlich zu bereits bekannten
Elementen auch eine andere Seite von sich. Weiterhin
erschaffen Alias Eye vielseitige und wunderschöne
Melodien, die schon damals nicht nur die deutsche Progszene
begeisterten, sondern der Band auch im Ausland zu einem
erstklassigen Ruf verhalfen. Jetzt sind sie jedoch noch
eigenständiger geworden und vermischen Elemente
aus Pop, Rock, Latino-Musik, Jazz, Funk und Blues zu
originellen Songs. Die Harmonien sind nicht mehr so eingängig
wie beim Vorgänger, doch dafür kann der Hörer
jedes Mal neue schräge Riffs und konzipierte Kompositionen
entdecken. Besonders genial ist bereits der Opener „A
Clown’s Tale“, der im Mittelteil mit Anklängen an
„Slave to the rhythm“ viel Humor beweist. Der Spannungsbogen
zieht sich dann vom sphärischen „Drifting“ über
„Fringe“, das mit Didgeridoo-Klängen beginnt, hin
zur lässigen Pianoman-Nummer „Too much Toulouse“
mit Jazz-Einflüssen. In exzellentem Sound entfaltet
die angenehme und vielseitige Stimme von Philip Griffiths
eine prachtvolle Blüte. Frank Fischer und Ludwig
Benedek spinnen ein dichtes Netz aus vertrackten Rhythmusparts,
wobei Benedek durch seine treibendere Art hier an den
Drums mehr überzeugen kann als auf dem Debüt.
Vytas Lemke und Matthias Richter bestäuben die Songs
mit genialen Keyboard- und Gitarrenklängen, so dass
die CD in voller Pracht erfreut. Bestaunen kann man auf
dem aktuellen eclipsed-Sampler das brillante „The Great
Open“.
Metal Heart
Nein, in eine Schublade
lassen sich die Mannheimer Art/Prog-Rocker von Alias
Eye nicht stecken. Das war schon beim Debutalbum Field
Of Names der Fall und auch der aktuelle Nachfolger A
Different Point Of View passt sich nahtlos an. Ohne Zweifel
sind Alias Eye eine der innovativsten und eigenständigsten
Prog-Rock-Band aus Deutschland, die scheinbar vor keinem
Musikstil zurückschrecken
und passend in ihr musikalisches Konzept einbauen können.
Your Other Way ist beispielsweise gekonnt mit einer Akkordeon-Harmonie
untermalt, der Opener A Clown’s Tale begeistert mit einem
leichten orientalischen Flair, Fake The Right und The
Usual Routine sind spritzig-funkige Songs mit Gute-Laune-Effekt,
während die Band auf Too Much Toulouse präsentiert,
wie es klingt, wenn progressive Rock-Musik mit Jazz kombiniert
wird. Ganz stark sind Alias Eye auch immer dann, wenn
balladeske Töne angestimmt werden, bei denen die
facettenreiche Stimme von Sänger Philip Griffiths
richtig gut zur Geltung kommt. Als Beispiel dafür
sei Drifting genannt. Interessant klingen auch die sporadisch
eingesetzten Instrumente wie Saxophon oder Spanish Guitar.
Wem das nach zuviel musikalischer Vielfalt klingt, dem
sei gesagt, dass der berühmte "rote Faden" während
des ganzen Albums nachzuvollziehen ist und Alias Eye immer
sehr songdienlich komponieren, so dass
trotz aller Komplexität auch die Eingängigkeit
nicht zu kurz kommt. Dieser gelungene Spagat ist es auch,
der die Mannheimer von vielen anderen Bands ihres Genres
abhebt und Different Point Of You zu einem Art/Prog-Rock-Highlight
des auslaufenden Jahres werden lässt. Beide Daumen
hoch! (9/10)
Powemetal.de
Die Mannheimer Neo-Prog-Rocker
von ALIAS EYE wurden zur Zeit der Veröffentlichung ihres ersten
Albums "Field Of Names" (2001) neben SYLVAN als
eine der großen deutschen Hoffnungen auf diesem Sektor
gehandelt. Mit dem Stück 'Premortal Dance' hatte man
auch schon einen kleinen "Kulthit" vorzuweisen,
den ihr Euch bei MP3.com runterladen könnt. Insofern
habe ich das neue Album mit einer gewissen Spannung erwartet.
Was die Jungs hier
bieten, ist ein wahres Kaleidoskop ausgefeilter Kompositionen,
feinster Melodien und überraschender
Ideen. ALIAS EYE sind offensichtlich bemüht sich einen
ganz eigenen Sound zu schaffen, der zwischen ohrenschmeichelnder
Eingängigkeit und atemberaubender Komplexität
pendelt. Dabei variieren sie die genretypische Einflüsse
aus Klassik, Jazz, Blues und Funk auf teilweise sehr ungewöhnliche
Art und Weise. Klar, auch ALIAS EYE schreiben häufig
theatralische Stücke mit viel Pathos wie etwa ARENA,
Klavierklänge (synthetisch und echt) spielen eine
bestimmende Rolle und in den beschwingteren Momenten darf
die Musik wie beispielsweise bei THE FLOWER KINGS auch
mal ordentlich grooven.
Aber ALIAS EYE haben
ihren eigenen Kopf. Und deswegen beginnt gleich das erste
Stück 'A Clown’s Tale' mit
einer Mischung aus fernöstlicher Harmonik sowie Percussion,
treibendem Rock und einem tollen Saxophon, welches Gastmusiker
Timo Wagner beisteuerte. Die helle Stimme von Philip Griffiths
verbreitet eine leichte Melancholie. Die mehrstimmigen
Gesänge, die den Refrain umrahmen, setzen ALIAS EYE
auch bei den folgenden Stücken immer wieder gerne
ein. Die Gitarre ist kraftvoll und atmosphärisch.
Mit seinen raumfüllenden, weitausladenden Soli sorgt
Matthias Richter auf diesem Album für die Empfindung
jeden Augenblick genüßlich abzudriften. Keyboarder
Vytmas Lemke dürfte bei den Aufnahmen schwer beschäftigt
gewesen sein um die vielen verschiedenen Sounds zu erzeugen,
vor denen die Stücke geradezu überquellen. Alle
Möglichkeiten, die Equipment und Studiotechnik hergaben,
sind weidlich ausgenutzt worden. Manchmal erinnert das
Ganze ein bischen an liebevolle Bastelarbeit. Das ist z.B.
der Fall bei 'A Clown’s Tale', wenn dort für kurze
Momente eine Accousticgitarre von ein paar Takten Trip
Hop unterfüttert wird. Dabei verschmelzen diese Klangschichten
harmonisch miteinander und wirken niemals zerrissen. Bei
jedem Hören kann man etwas Neues entdecken. Natürlich
werden ALIAS EYE kaum Freunde spontaner und ungeschliffener
Aufnahmen mit "Live-Atmosphäre" ansprechen
können. Das hier ist nun mal alles andere als "just
Rock". In dieser Musik hat jeder Ton seinen wohlüberlegten
Platz.
Im zweiten Track
'Fake The Right' schlägt die Stimmung
radikal um. Rockiger Funk beherrscht das Spielfeld und
bringt das Tanzbein zum Schwingen. Durch den eingängigen
Refrain erhält dieses Stück schon fast einen
Hitcharakter. Weil es so schön war, gibt es hier wieder
Tim Wagners Saxophon zu hören. Das nachfolgende 'Your
Other Way' ist einer meiner persönlichen Favouriten
auf dieser Scheibe. Einer melancholischen Melodie wird
von jazzigen Klavierparts ein leichter Schwung verliehen,
bevor ein echtes Akkordeon - gespielt von Vytmas Lemke
- für Gänsehaut sorgt. Sanfte E-Gitarrentöne
bestimmen 'Icarus Unworded'. Die ernste Nachdenklichkeit
dieses Stückes wird im folgenden 'The Usual Routine'
von poppigen Einflüssen kontrastiert. Ein swingender
Mittelpart setzt dabei ein cooles Glanzlicht und vermittelt
ein wenig die Stimmung eines verrauchten Jazzschuppens
der fünfziger Jahre.
Nach der ruhigen
Ballade 'Drifting' gibt es ein weiteres Highlight: das
dramatische 'On The Fringe'. Mit einem Windmacher
und einem Didgeridoo leiten ALIAS EYE ihre musikalische
Erzählung ein, die vor allem von der Verbindung zwischen
Streichern und Gitarre lebt. Verschiedene Parts wechseln
sich innerhalb des Stückes ab. Die Harmonien stammen
offenbar aus der Klassik. Genauso genial und theatralisch
ist 'The Great Open'. Zum Träumen läd das beinahe
zweiminütige Gitarrensolo ein, welches einen schon
fast von der Erde loslöst. Allerdings wird man zum
Schluss mit 'Too Much Toulouse' noch mal in den rauchigen
Jazzschuppen gestoßen. Kontrabaß und Piano
unterstützen Philip Griffiths, während er in
die Fußstapfen von Frank Sinatra tritt – ohne aber
den Schmalztopf zu weit zu öffnen.
ALIAS EYE legen
ein abwechslungsreiches Prog-Album vor, das die ihnen
zuteil gewordene internationale Aufmerksamkeit
in achtungsvolle Anerkennung verwandeln wird. Außerdem
setzt die Gruppe studiotechnisch durchaus Maßstäbe.
Mit Metal hat "A Different Point Of You" natürlich
nicht viel zu tun – sieht man von paar härteren Riffs
ab. Freunde anspruchsvoller Rockmusik jedoch werden begeistert
sein.
Musik an
Sich (19/20)
Welcome to the world
according to Alias Eye
Das Zweitlingswerk
der Mannheimer Artrocker kann man relativ griffig mit
einem der HipHop/Rapwelt entlehnten Wort umschreiben:
Mixtape. Es ist beinahe schon beängstigend,
mit welcher Leichtigkeit man sich der verschiedensten Musikstile
bedient und sie in den eigenen Kosmos integriert.
A Clown’s Tale
beginnt orientalisch, die Melodie wird von der Band aufgegriffen,
der Gesang komplettiert den perfekten Einstieg in die
CD. Der ideale Anspieltipp für alle, die Alias
Eye bis jetzt noch nicht kennen: großartige Melodien, sanftere und härtere
Passagen, ausdrucksstarker Gesang, einfach alles, was Alias Eye ausmacht ist
enthalten. Fake The Right beginnt mit an die Red Hot Chili Peppers erinnernder
Gitarre, Bläser grooven ein und los gehts mit dem tanzbarstem Teil der
CD, dem Philip Griffiths Gesang wieder den unverwechselbaren Stempel aufdrückt.
Your Other Way beginnt getragen mit Keyboards und spanischer Gitarre, ein alter
bekannter gesellt
sich dazu: das Aliay Eye Akkordeon. Der Refrain entfaltet sich wie die Flügel
eines frisch geschlüpften Schmetterlings; wunderbar mehrstimmigarrangiert,
der gegen Ende eingebaute Instrumentalpart stellt sich ganz in
den Dienst des Songe und dient nicht zum „Schaut her was ich alles auf meinem
Instrument kann – Ach bin ich toll“ herumprahlen, wie das ganze Album als eine
Einheit von Musikern erscheint. Man weiß, dass man gut ist und muss sich
nichts auf Teufel komm raus beweisen.
Mit Icarus Unworded
heißt es dann zum ersten Mal:
Balladenalarm! Prägendes Element ist Gesang und Keyboard,
definitiv ein Favorit für die erste Kuschelprogrock-CD.
Ob es Absicht ist, dass das der Text des The Usual Routine
betitelten Stückes
unroutinemäßig von Vytas Lemke geschrieben ist, kann im Interview
in der nächsten Ausgabe nachgelesen
werden. Sicher ist auf jeden Fall, dass es auf dieser CD keine Routine gibt.
Einordnen kann man ihn getrost unter gutem Midtemporock. Danach kommt mit Drifting
Ballade Nummer zwei, bei den ersten Klängen drängt sich
mir immer Angie der Rolling Stones in das Hirn, aber nach einigen Takten verflüchtigt
sich dieser Gedanke. Drifting ist eine SlowMo-Ballade erster Güte,
aber auch das Stück, das mich vor die größten Probleme stellt:
entweder es gefällt mir (meistens gegen Abend) oder ich empfinde es als
zu langsam, da es doch den Fluss aus der Platte nimmt; gegen CD-Ende wäre
es besser
geeignet aufgehoben. On The Fringe versöhnt aber immer. Mit Didgeridoo
beginnend, baut sich der Song immer mehr auf, inklusive Klassikeinsprengsel
und einem fulminantem Klassik meets Rock-Finale. The Great Open
beginnt verhalten-balladesk, steigert Intensivität und Power und wartet
wieder einmal mit einem äußerst eingängigen Refrain auf. Ein
ungefährer Vergleich wären die
gemäßigteren Savatage-Balladen. Auf jeden Fall ein weiters Stück,
dass ich mir (natürlich auf Radiolänge gekürzt)
durchaus auf den höheren Chartplätzen vorstellen kann. Der Rausschmeißer,
Too Much Toulouse, ist ein leicht verschleppt-jazziges Stück, das den
Abstieg in die allzu reale Welt einleitet bzw. im Endles Repeat-Modus das problemlose
Anknüpfen
an A Clown’s Tale ermöglicht.
Fazit: Wer vor
dem Begriff Artrock zurückschreckt,
da er mathematisch durchkonstruierte Stücke befürchtet,
kann entwarnt werden. A Different Point Of You ist das
perfekte Album für jeden,
der abwechslungsreiche, moderne, gut produzierte Rockmusik mag. Oder kurz ausgedrückt:
Kaufen!
Soulburner.de (4,5/5)
Die Mannheimer Artrocker
Alias Eye haben mit ihrem Zweitwerk „A different Point
of you“ eine
der Überraschungen des
Jahres abgeliefert. Denn was die Jungs hier bieten, ist Kino
für
die Ohren. Jeder Song klingt völlig anders und nur der
Gesang von Philipp Griffiths entpuppt sich als der rote Faden.
Trotzdem bleibt die Musik stets nachvollziehbar und mitsingkompatibel.
Die
Reise beginnt mit „A Clowns Tale“ im fernen Orient, begibt
sich nach Argentinien und Frankreich in Tango- und Chanson-
Gefilde („Your other
way“, „Too much Toulouse“) und auch eine verrauchte Jazzbar
in New Orleans wird nicht ausgelassen („The Usual Routine“).
Dazwischen lässt einen die schöne Ballade „Drifting“
auf dem Weg zwischen den Kontinenten schweben. Kurz gesagt,
es genügen
alle 9 Songs den höchsten Ansprüchen, vorausgesetzt,
man ist ein wenig offen für die vielschichtigen Stilmittel
der Band. In meinen Augen klingen Alias Eye wie eine rockige
Version von Ark zu Debützeiten
mit Damian Wilson (Ex- Threshold, Ayreon, Star One) am Mikro.
Da die Musik relativ ruhig ist, sollten harte Metaller erst
mal reinhören.
Aber gönnt der Band wenigstens eine Hörprobe im
Laden, denn dann sollte jeder Progrockfan begeistert sein.
Innovative, spannende
und abwechslungsreiche Musik mit einem grandiosen Cover,
die man eigentlich nicht besser fabrizieren
kann. Da sich die Band im Vergleich zum Debüt aber nochmals
steigern konnte, gebe ich nicht die Höchstnote, sondern "nur" viereinhalb
Sterne,
da sich Alias Eye bestimmt noch einmal steigern werden.
Soundbase
Album of the Moment Würde
man mich nach musikalischen Höhepunkten des Jahres
2001 fragen, würde ich spontan mit Alias Eye antworten,
denn deren
Debüt Album „Field of Names“ war wirklich aller
erste Sahne und zählt inzwischen zu meinen persönlichen
Alltime Faves. Nun - gut
zwei Jahre später - legen die Mannheimer Art Rocker
um Sänger Philip Griffith endlich ihr sehnlichst
erwartetes Zweitwerk vor.
„A Different
Point of You“, so der Titel besagten Werkes, weiß schon zu gefallen, bevor der Silberling überhaupt
auch nur eine Runde
im CD – Player gedreht hat, denn das Artwork ist mal
wieder ein echter Hingucker, mit dem man sich ruhig
schon mal zur Steigerung
der Vorfreude einige Minuten lang beschäftigen
kann.
Aber nicht nur optisch, sondern auch musikalisch weiß dieser
Release zu überzeugen, wie bereits im ersten Durchlauf
klar wird.
Wieder einmal haben es Alias Eye geschafft, Songs zu
komponieren, die unglaublich leicht und eingängig
daherkommen, bei genauerer
Betrachtung aber allerlei technische Finessen für
den geneigten Hörer parat halten. Gut, es ist
gerade im Genre Art Rock nichts
besonders ungewöhnliches, sein Gesamtwerk mit
allerlei filigranen Details zu verzieren. Allerdings
wirken solche Parts zumindest auf
mich oftmals arg aufgesetzt, streng durchkonstruiert,
bar jeder natürlichen Spielfreude und vor allem
in letzter Konsequenz extremst
nervtötend. Bei Alias Eye ist das anders. Hier
werden an den richtigen Stellen kleine Ausrufezeichen
gesetzt, die in unaufdringlicher
Art und Weise die Songs verzieren und reicher machen,
ohne deplaziert oder überladen zu wirken.
Neben exzellenter Arbeit im instrumentellen Bereich überzeugt
„A Different Point of You“ durch Philip Griffith’s
Gesang, der sich in
meinen Ohren im Vergleich zum Vorgänger, sogar
noch steigern konnte, was er vor allem in Songs wie
dem stark orientalisch
anmutenden Opener „A Clown’s Tale“, dem ziemlich funkigen
„Fake the Right“, der leicht melancholischen Ballade
„Drifting“ oder
auch dem sehr proggigen „On the Fringe“ ein ums andere
Mal unter Beweis stellt. Vorgenannte Songs mögen
dann meinethalben auch
gleich als Anspieltipps herhalten, obwohl es eigentlich
einer derart homogen guten Platte kaum gerecht wird,
explizit einzelne Songs
hervorzuheben.
Fazit: Lange zwei Jahre haben uns Alias Eye auf ihr
Zweitwerk „A Different Point of You“ warten lassen,
aber die Wartezeit hat sich
definitiv gelohnt, denn mit eben jenem Album setzen
die Mannheimer noch kurz vor Torschluss ein richtig
fettes Glanzlicht in das
musikalische Jahr 2003. Von mir gibt’s 11 Punkte dafür
und ein ausdrückliches „Muss man haben!“. (SK)
Break
Out
On
of the best albums of the month
Hatte
die Mannheimer Art-Rock-Formation Alias Eye schon mit
ihrem Einstand „Field Of Names“ ein gigantisch hohes
Level erreicht, so toppt das Quintett dies mit dem
Zweitwerk „A Different Point Of You“ scheinbar locker.
Zwar
mag das Songmaterial
beim ersten Anhören weniger eingängig wirken,
wer sich jedoch mit Sachen wie „A Clown’s Tale“, „Icarus
Unworded“
oder „Too Much Toulouse“ intensiv beschäftigt,
merkt schnell, daß wir
es hier mit Musikkunst in ihrer reinsten Form zu tun
haben. Gegenüber dem Debüt haben Alias Eye
ihr musikalisches Spektrum erweitert und auch Tracks
wie „Fake The Right“ geschrieben, die den
reinrassigen Proggie-Fan - eine häufig ziemlich
intolerante Spezies Mensch - sicherlich verwirren werden.
Aber dies ist nur ein
deutliches Indiz, wie vielschichtig Alias Eye sind,
die sich - auch wenn man ihren Sound als Art-Rock bezeichnet
- so leicht in keine Schublade
stecken lassen. Auf „A Different Point Of You“ gibt
es wirklich fast alles: Das beginnt bei jazzigen Einschüben,
die man eher aus einer Piano-Bar vermutet, geht über
epische Momente bis hin zu hochsensiblen Arrangements.
Die Musiker sind dabei eine Klasse für
sich und agieren alle fünf in Sphären, von
der andere nur träumen können.
Und daß der Longplayer zudem noch einen phantastischen
Sound hat, ist das berühmte
Tüpfelchen auf dem i.
Marco Magin
Oldiemarkt
Album des Monats
Auch das zweite Album von Alias Eye bringt
progressiven Rock aus den
70ern, der heute bestehen kann.
Der progressive Rock
mit allen seinen Stilen war in den frühen 70er Jahren
eindeutig Chef im Rock-Ring: Sogar Bluesrock wurde in die
Ecke bugsiert. Umso schlimmer wurde der Rückschlag
in den späten 70er Jahren: Für die Punks war
er das Schimpfwort schlechthin. Erst als sich in den 90er
Jahren die Szene wieder auf die 70er einließ,
kam der gute alte Progressive Rock wieder zu allen Ehren,
besonders im Metal-Bereich. Gut für die Mannheimer
Band Alias Eye, die ihren Stil quasi mit den Genen mitbekommen
hat, ist der Sänger doch Philip Griffiths,
dessen Vater
Martin schon Leadsänger von Beggar 's Opera war. Und
da setzen die fünf Jungs auch an. Sie verbinden kongenial
Stilelemente der progressiven Rockmusik mit moderneren Zutaten
und zimmern daraus einen eigenen Sound, der jederzeit für
sich stehen kann - ohne die Krücke
des Retrorock. Da steht neben dem immer völlig souveränen
Griffiths vor allem der enorm wandlungsfähige Keyboarder
Vytas Lemke und der ebenso vielseitige
Gitarrist Matthias Richter, die den Sound zusammen mit den
ausgezeichneten Songs beherrschen, die eine vertrackte Melodik
ebenso wie verspielte Breaks und kurze Soli bringen. Das zweite
Album ist die
eigentliche Hürde für das Talent einer Band - Glückwunsch!
Rock
Hard Italy
Album of
the Month
Se per il debut "Field
Of Names" si poteva ancora parlare di prog rock,
o perlomeno il termine rock aveva ancora un senso, il
nuovo "A Different Point Of You" rischia di
provocare gravi turbe in coloro che si danneranno l'anima
per catalogarlo! Non facciamolo allora e
parliamo piuttosto di cinque ragazzi innamorati della musica in ogni sua forma
e manifestazione, di cinque individualitä aperte a qualsiasi tipo di contaminazione
culturale, di cinque menti in grado di ragionare fuori dagli schemi, di cogliere
il nesso tra gli estremi e, infine, di cinque musicisti preparatissimi in grado
di esprimere inalterata la propria bizzarra creativitä. Il prog settantiano
e solo un substrato, per di piü finemente rielaborato; i; solo un fiume
limpido e luminoso alimenta¬to da un infinitä di affluenti dai riflessi
pastello. Gli Alias Eye sono splendide melodie pop, robustezza hard rock, aristocratica
raffinatez¬za prog e simpatica cialtroneria dance anni settanta, ritmiche
funky, sofferta essenzialitä blues ed esuberanza jazz. Gli Alias Eye sono
tutto questo, ma il piü lontano possibile dall'autoindulgenza, dall'esteti¬smo,
dal contorsionismo strumentale e cerebrale. Gli Alias Eye, non¬ostante
tutto, sanno parlare in modo semplice, sanno farsi capire sin dal primo istante
nonostante la complessitä dei concetti espressi, e sanno pizzicare ad
occhi chiusi le corde giuste per far vibrare l'anima dei loro ascoltatori,
una dote che di certo non si impara sui banchi di scuola e forse non insegna
neanche l'esperienza. Allora non abbiate paura di affrontare la diversitä e
di abbracciare sonoritä che pensate non vi appartengano. Lasciatevi cullare
dalla voce suadente e teatrale di Philip Griffith. Inalate a pieni polmoni
e godete dell'ariosa gemma progressiva che risponde al nome di "The Great
Open" e non abbiate paura che "Icarus Unworded" suoni come una
vecchia ballata di Elton John. Non vergognatevi di entrare in un vecchio e
polveroso jazz club ("Too Much Toulouse") e siate pronti ad accogliere
a braccia aperte la ricchezza che sono in grado di offrire culture diverse
dalla vostra: l'o¬riente non i; poi cosi lontano e il suono di una fisarmonica
saprä indi¬carvi la strada di casa. Non correrete il rischio di perdervi
perche non vi sarete mai allontanati, nü dal luogo in cui vi trovavate,
nü da voi stessi. L'unico rischio sarä quello di voler intraprendere
nuovamente questo splendido viaggio, ancora e ancora e ancora…
Metal Maniacs
Italy
Il secondo lavoro
degli Alias Eye, l'ipnotico "A Differrent Point
Of You", rischia seriamente di candidarsi come uno
dei "cinque" o dei "tre"
dischi più interessanti del 2004, lasciando solamente le briciole per
la sparuta concorrenza. Non esagero esprimendo tutta la mia ammirazione per
questo quintetto tedesco, che sa coniugare alla perfezione tematiche
prog, con sonorità variegate che spaziano dal pop più raffinato
al funky, dall'etnica al jazzy, interagendo con una tecnica di base di notevole
spessore. Non è assolutamente semplice farsi catturare al primo ascolto
da "A Different Point Of You", anzi tutti quei repentini cambi
di stile che lo caratterizzano, possono risultare anche irritanti ed indigesti,
ma non appena si riesce ad entrare in perfetta sintonia con
il lavoro, vi posso assicurare che si rimane letteralmente catturati da un
caleidoscopio di emozioni, una sarabanda di suadenti sonorità, che non
lasciano scampo all' ignaro ascoltatore, convinto di trovarsi di fronte al
solito prodottino già catalogato in partenza. L' arabesca "A Clown's
Tale" apre le danze, come una novella "Mustapha" (chi conosce
iQueen sa di cosa sto parlando), mentre i Saga più ispirati fan capolino
in "Your Other Way" e in "The Usual Routine", prima di
staccare la spina in due ballad da brividi come "Icarus Unworded" e "Drifting",
due colpi di classe e di genio. Il resto dei brani si mantiene su eccellenti
livelli, anche se un gradino sotto a quelli che ho appena citato, ma sono sfumature
del momento, che al prossimo ascolto possono essere suscettibili di variazione,
visto che ad ogni passaggio del cd scopro, tuttora, orizzonti ancora inespressi.
Un disco per palati fini che ci riconsegna quelle emozioni da brividi, che
solo la buona musica sa regalare.
Metallus
Italy
E' vero, passano
inosservati questi tedeschi, che debuttarono nel 2001
con l'album 'Field Of Names'. Allora le recensioni furono
buone e forse riuscirono a crearsi un piccolo seguito
qui in Italia. Tre anni dopo ritornano con 'A Different
Point Of You', sempre per la piccola
etichetta DVS, e ancora lasciano il segno. Riguardando la copertina di 'Field
Of Names' noto che il colore dominante è il rosso, con degli uomini
con maschere teatrali in primo piano. Il rosso è un coloro caldo, pensante..
proprio come le sonorità degli Alias Eye. Album compatti, di buon gusto
quelli del combo tedesco. Tre gemme indimenticabili risaltano
però: come 'Field Of Names' aveva 'Just Another Tragic Song', 'A Different
Point Of You' ha 'Fake The Right' e 'Drifting'. Proprio la loro ultima release
conferma il gusto per la sperimentazione e per la miscela di tanti generi musicali
diversi. Il genere, fondamentalmente, è "progressive di matrice
nord europea" (vedi Rpwl, Flower Kings, Everon). Si passa dalla classica
progressive rock song iniziale, 'A Clown's Tale', alla funkeggiante (il vocalist
Griffiths scimmiotta il primo Tom Jones)'Fake The Right'; dalla classica midtempo
in stile Alias Eye ('Your Other Way') alla beatlesiana 'Drifting', passando
per il club jazza anni trenta della conclusiva 'Too Much Toulouse'. Perizia
tecnica, gusto, classe, grande songwriting e un pianista a dir poco mostruoso
che innesta la marcia in più. Un disco dai mille colori: si passa
dall'azzuro delle canzoni più spensierate al grigio di quelle più riflessive.
Movimenti
Prog
Pur essendo considerata
una band di prog rock, quella degli Alias Eye non può rientrare
propriamente in questo genere. Al loro secondo
album a distanza di due anni dal precedente Field of Names, i cinque ragazzi
teutonici presentano un disco molto variegato, di poco più di cinquanta
minuti, in cui è possibile ascoltare i generi più disparati.
Per questo motivo, è difficile
che gli appassionati del classico prog apprezzino questo
disco. E' necessaria una cultura musicale più ampia
e anche una apertura mentale maggiore, per poter capire
le grandi qualità di questo gruppo. Da tale considerazione,
ci si potrebbe far trarre in inganno: non abbiamo davanti
un disco di difficile ascolto, le canzoni sono tutte
piuttosto orecchiabili, catchy per dirla in inglese,
che forse rende di più l'idea. Il vero motivo è che
si possono riscontrare tantissimi stili e generi differenti,
che con il prog non c'entrano quasi nulla.
Per fare un esempio,
la seconda traccia, Fake The Right ha una matrice ed
un gusto decisamente funky, ma a dir la verità la
vena
eclettica del gruppo si evince da ogni momento del lavoro, da alcuni assolo
di derivazione jazz o fusion, o addirittura da frasi di fisarmonica di stampo
decisamente francese, come in Your Other Way.
Ad ogni modo, qualcuno
potrebbe definire il disco troppo frammentario, a seguito
di quanto appena detto, ma c'è un filo conduttore
che lega l'album: quello di mostrare un art rock con
melodie facili da ascoltare, orientate talvolta ad un
sound quasi pop, ma con un background di grande cultura
musicale, in cui anche il cantante Philip Griffiths si
trova a suo agio, molto di più che nei mediocri
Poor Genetic Material.
In definitiva, veramente
un ottimo disco. Consigliato a chi non vuole vivere di
solo prog
more coming soon!
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